Ackersenf(Sinapis arvensis)
Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz. Aus den zerstampften Samen kann man Breiumschläge machen, die die Haut reizen und die Durchblutung fördern. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auftragen der Senfmasse undbedingt eine fetthaltige Salbe auftragen. Ackersenf ist auch als Bachblüte Mustard bekannt. Steckbrief
Anwendung
Ackersenf kann man als Gewürz und Wildsalat in der Küche und äusserlich als hautreizendes Pflaster anwenden.
In der KücheDie jungen Blätter des Ackersenfs kann man als Wildgemüse in Salaten oder Kräuterquarks essen. Da die Blätter scharf sind, eignen sie sich eher als würzender Teil eines Salates als als Hauptbestandteil. Die Samen kann man als Sprossen keimem lassen und frisch verzehren.Durch die in ihm enthaltenen Senföle regt der Ackersenf den Stoffwechsel und die Verdauung an. ÄusserlichDa die Samen des Ackersenfes den kultivierten Senfsamen ähneln, kann man sie auch ähnlich anwenden.Man kann die Samen zerstampfen und als hautreizendes Senfpflaster (Breiumschlag) auflegen. Bevor man den Senfsamen-Brei aufträgt, sollte man die Haut zum Schutz mit einer fetthaltigen Salbe eincremen. Sonst könnte die Reizung der Haut zu Verbrennungen führen. Solche Senfpflaster eignen sich zur Linderung von festsitzenden Beschwerden des Bewegungsapparates, wie beispielsweise rheumatische Schmerzen, Hexenschuss, Verspannungen. Für akute Entzündungen, die sowieso schon viel Hitze produzieren, sind Senfpflaster eher nicht geeignet. Als Faustregel kann man sich merken, dass Senfpflaster für Beschwerden geeignet sind, bei denen Wärme lindernd wirkt. Siehe auch: BachblüteAls Bachblüte Mustard steht der Ackersenf für Sinnfindung und hilft gegen Schwermut.Siehe Mustard bei unserem Partnerprojekt bachblueten-liste.de.
Pflanzenbeschreibung
Der Ackersenf ist in Europa heimisch.
Er wächst bevorzugt auf Äckern und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die Blätter des Ackersenfs sind gelappt, rauh und haarig. Sie schmerken scharf würzig. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie haben, wie alle Kreuzblüter, vier Blütenblätter. Aus den Ackersenf-Blüten entwickeln sich nach und nach die Samen. Die Samen sitzen in länglichen Schoten.
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