Ackerlauch

(Allium ampeloprasum)


  

Der Ackerlauch ist der wilde Vorfahr von Lauch, Elefanten-Knoblauch und ägyptischen Lauch (Kurrat). Man findet ihn eher selten an sonnigen Stellen.

Wenn der Ackerlauch im Juli und August blüht, dann trägt er wunderschöne violette Kugelblüten.

Seine Heilwirkung ist ähnlich wie die von Knoblauch oder Gemüselauch.



Steckbrief

Heilwirkung: antibakteriell,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Asthma,
Fieber,
Insektenstiche,
Magenschwäche,
Arteriosklerose,
Scheidenentzündung,
wissenschaftlicher Name:Allium ampeloprasum
Pflanzenfamilie:Liliengewächse = Liliaceae
englischer Name:Wild leek
volkstümliche Namen:Wilder Lauch
Verwendete Pflanzenteile:Knollen, Kraut
Inhaltsstoffe:Ascorbinsäure, Asparagin, Kalium, Linolensäure, Oxalsäure, Pektin, Polyphenole, Saponine, Schwefel, Umbelliferon, Zink
Sammelzeit:Knollen: Spätherbst bis Frühling,


Anwendung

Die Anwendung der Ackerlauch-Knollen ist ähnlich wie die des Knoblauchs und die von Zwiebeln. Seine Wirkung ist jedoch milder als die Knoblauch-Wirkung.

Am besten isst man den Ackerlauch regelmässig, dann ist er der reinste Jungbrunnen.

Äusserlich gegen Insektenstiche

Mann kann Ackerlauch-Knollen auch aufschneiden oder zu Brei zerstampfen und auf Insektensitche auftragen.

Selbst Wespen- und Bienenstiche an Stellen, die zur Schwellung neigen, schwellen nicht oder deutlich weniger an und hören bald auf zu schmerzen.

Frischer Ackerlauch-Saft

Den Ackerlauch-Saft kann man äusserlich und innerlich anwenden.

Dazu schneidet man die Ackerlauch-Knolle in kleine Würfel, zerhackt sie und presst sie durch ein Tuch.

Scheidenentzündung

Gegen Scheidentzündung kann man die äusserliche Anwendung des frischen Ackerlauchsaftes versuchen.

Stoffwechselfördernd

Innerlich regelmässig eingenommen, fördert Ackerlauch-Saft die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und verhindert Arteriosklerose.

Daher beugt Ackerlauch indirekt auch Herzinfarkt und Schlaganfällen vor.

Ackerlauch in der Küche

In erster Linie werden vom Ackerlauch die Knollen gegessen, die zwischen zwei und sechs Zentimeter gross werden. Ihr Aroma ist mild knoblauchähnlich.

Man kann sie roh oder gekocht essen, ähnlich wie Zwiebeln oder Knoblauch.

Auch die Blüten kann man essen. Sie sind jedoch eher trocken und eignen sich vorwiegend als sparsam eingestztes Gewürz.

Die Brutzwiebeln, wenn es denn welche gibt, schmecken zart nach Knoblauch und eignen sich als Gewürz von Salaten und gekochten Speisen.

In jeder Form regt der Genuss des Ackerlauchs den Stoffwechsel an und hilft gegen Arteriosklerose.




Pflanzenbeschreibung

Der wilde Lauch ist nur selten anzutreffen. Er ist anspruchslos in Bezug auf die Bodenqualität, aber er liebt volle Sonne.

Sein Blütenstengel wird bis zu zwei Meter hoch.

Im Herbst fängt der Ackerlauch an zu wachsen, hält der Winterkälte stand, zieht sich im Sommer eher zurück. Also gerade umgekehrt wie die meisten anderen Pflanzen.

Im Juli und August treibt der Ackerlauch einen langen Stengel, auf dem eine kugelförmige violette Blüte wächst.

Der wilde Ackerlauch trägt vorwiegend diese Blüten, die dann Ende August Samen bilden.

Einige Unterarten des Ackerlauchs tragen statt der Blüte Brutzwiebeln. Bei den kultivierten Perlzwiebeln werden diese Brutzwiebeln so gross, dass es sich lohnt, sie in Essig einzulegen.

Eine andere kulitivierte Unterart des Ackerlauchs ist der Elfanten Knoblauch, dessen Knollen bis zu 500 gr schwer werden. Sie haben ein feines Knoblauch-Aroma.

Auch der Gemüse-Lauch (Poree), der ein wetvolles Wintergemüse in Mitteleuropa darstellt, soll aus dem Ackerlauch gezüchtet worden sein, ebenso der ägyptische Lauch, auch Kurrat genannt.


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