Schuppenflechte


  

Die Schuppenflechte ist eine chronische Hauterkrankung unter der die Betroffenen stark leiden können, weil die Hauterscheinungen nicht nur unangenehm sind, sondern auch optisch störend wirken können, weil sie häufig für andere sichtbar sind.

Die Neigung zur Schuppenflechte ist erblich bedingt. Der Ausbruch und einzelne Schübe der Erkrankung können jedoch durch klimatische Einflüsse, mechanische Reize, Stoffwechselstörungen, manche Medikamente (z.B. Betablocker), Streptokokken-Infektionen, Hormonumstellungen (z.B. Schwangerschaft) und psychische Belastungen ausgelöst werden.

Etwa drei Prozent der Bevölkerung leidet unter Psoriasis.

Steckbrief

wissenschaftlicher Name: Psoriasis
Symptome: Auf der Haut bilden sich erhabene Hautflecken mit silbrigen Schuppen.

Diese Schuppen jucken im allgemeinen nicht und heilen nach einer Weile ohne Narben ab.

Sie entstehen vorwiegend an den Ellenbogen, Knien, Handteller, Füssen, am behaarten Kopf, am Rücken und Gesäss. Auch an den Nägeln kann die Schuppenflechte auftreten.

Sonderformen sind die pustolöse Psoriasis, bei der die Hauterscheinungen entzündliche Pusteln sind. Besonders schwerwiegend ist die psoriatische Arthritis, bei der es ausser zu Hauterscheinungen auch zu starken Gelenkentzündungen kommt.

Ursachen: Die Ursache, warum es zu der übermässigen Hautzellenbildung kommt, ist nicht geklärt.
Verlauf: Die Schuppenflechte tritt schubartig auf. Die Neigung zu solchen Schüben ist chronisch.

Im allgemeinen kann die Psoriasis nicht endgültig geheilt werden. Bei günstiger Verlaufsform bleibt man aber langjährig von Schüben verschont.

Therapie:

Kräuter: Aloe vera,
Birke,
Brennessel,
Brunnenkresse,
Eiche,
Heublumen,
Kamille,
Lavendel,
Linde,
Mahonie,
Dost / Oregano,
Salbei,
Schafgarbe,
Thymian,
Wegwarte,
Wacholder,
Ernährung: Wenn man sich ungünstig ernährt und dadurch in eine schlechte Stoffwechselsituation geraten ist, kann es helfen, wenn man seine Ernährung umstellt und sich ausgewogen ernährt.
Schulmedizin: In der Schulmedizin werden erweichende und cortisonhaltige Salben gegen die Schuppenflechte eingesetzt.

Auch salizylsäurehaltige Mittel und Steinkohleteer wird verwendet.

Auch Dithranol, ein starkes Mittel wird in schweren Fällen eingesetzt. Es reizt jedoch die Haut und kann die Bettwäsche verfärben.

In besonders schweren Fällen von Psoriasis wird auch Methotrexat verschrieben, ein Mittel, das sonst in der Krebstherapie verwendet wird. Hier gibt es sehr starke Nebenwirkungen auf Nieren, Knochenmark und Leber.

Gegen pustolöse Psoriasis wird Vitamin-A-Säure gegeben, die auch bei schwerer Akne erfolgreich ist.

Verhalten:

Baden in Meersalz

Meersalzbäder wirken in vielen Fällen hilfreich bei Schuppenflechte.

Als besonders wirksam gilt das Salz des toten Meeres. Ein Badeurlaub dort kann die Haut zum Abheilen bringen.

Aber auch Bäder in der heimischen Badewanne mit dem Salz des toten Meeres können helfen.

Siehe auch: Totes Meer Salz auf Gesund.org

Sonnenbäder

Das UV-Licht der Sonne kann bei Schuppenflechte helfen.

Daher verspricht ein Urlaub an einer sonnigen Meeresküste oft Besserung.

Auch Sonnenbäder zuhause können helfen.

Bei Sonnenbädern muss man immer darauf achten, dass man es nicht übertreibt und einen Sonnenbrand bekommt, denn ein Sonnenbrand kann nicht nur Hautkrebs begünstigen, sondern auch zusätzliche Psoriasis-Schübe begünstigen.

Bücher


Psoriasis
von Matthias Augustin, Erwin Schöpf
ISBN 3406447252

Rat und Hilfe bei Schuppenflechte
von von Dietlinde Burkhardt, Klaus Degitz
ISBN 3517067512

Abwechslungsreiche Diät bei Psoriasis
von Niels Carstenson, Günther Schäfer, Monika Brennecke
ISBN 383043006X

Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.
Ziehe bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Deinen Arzt zu Rate.


  


Home Up