Äusserliche Behandlung der Haut
Im akuten Schub müssen die betroffenen Hautbereiche wie Wunden behandelt werden.
Hier können Heilsalben hilfreich sein.
Siehe:
In der Zwischenzeit sollte man darauf achten, dass die Haut nicht zu sehr austrocknet.
Hier gelten die Empfehlungen für trockene Haut.
Siehe: Trockene Haut
So lange man keine offenen Wunden hat, hilft in vielen Fällen eine Harnstoff-haltige Creme,
denn Harnstoff braucht die Haut, um Feuchtigkeit zu halten.
Neurodermitis-Patienten haben nur etwa ein Achtel des natürlichen Harnstoffes auf ihrer Haut
wie Menschen ohne Hautprobleme.
Siehe: Salbenküche: Ehrenpreis-Urea-Creme
Entspannte Lebensführung
Generell ist es wichtig, ein möglichst stressarmes Leben zu fühlen
und dafür zu sorgen, dass man sich wohl fühlt,
denn bei Neurodermitis spielt auch das seelische Befinden eine Rolle.
Kratzen vermeiden
Das Kratzen der juckenden Haut macht das Problem erheblich schlimmer, als es ohne Kratzen wäre.
Oft wird sogar im Schlaf gekratzt, was sich gar nicht bewusst verhindern lässt.
In solchen Fällen und bei Babies eignen sich weiche Baumwollhandschuhe.
Ausserdem ist es enorm wichtig, die Nägel kurz und stumpf zu halten.
Denn es macht einen erheblichen Unterschied, ob man sich die Haut blutig kratzt oder nicht.
Reizfreie Bekleidung
Wolle wird von kaum einem Neurodermitiker auf der Haut vertragen.
Synthetik und Seide werden von Mensch zu Mensch unterschiedlich gut vertragen,
man muss also ausprobieren, mit welcher Bekleidung man am besten klarkommt.
Baumwolle wird von fast allen Neurodermitis-Patienten recht gut vertragen.
Man sollte jedoch darauf achten, dass es wirklich 100% reine Baumwolle ist.
Das ist leider oft nicht der Fall, selbst wenn es drauf steht.
Geringe Beimischungen muss man nämlich nicht auf den Etiketten angeben.
Zur Not muss man seine Bekleidung bei einem Spezialanbieter für natürliche Materialien kaufen.
Auch die Farbstoffe von Kleidungsstücken können die Haut reizen.
Sehr unangenehm können auch die Etiketten und Nähte sein.
Etiketten kann man abschneiden und wenn die Nähte quälen,
dann trägt man die Kleidungsstücke zuhause am besten links herum.
Wichtig ist auch, dass die Kleidung locker sitzt und nicht zu warm ist.
Kühle Umgebung
Neurodermitis-Patienten ertragen feuchte Kühle meistens besser als warme Luft.
Auch zu trocken sollte die Umgebungsluft nicht sein.
Im Winter kann ein leistungsstarker Luftbefeuchter helfen.
Kuren am Meer und in den Bergen
Die Luft am Meer und in den Bergen kann helfen, das Ekzem abzuheilen.
In schweren Fällen kann man bei der Kasse eine Kur beantragen
oder man nutzt den Urlaub, um ans Meer oder in die Berge zu fahren.
Bäder mit Meersalz
Meersalz hat eine günstige Wirkung bei Neurodermitis.
Man kann Meersalzbäder versuchen, wenn man keine Gelegenheit hat, ans Meer zu fahren.
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