Krampfadern


  

Krampfadern sind mit wachsendem Lebensalter ein zunehmendes Problem bei vielen Menschen, vor allem solchen, die eine angeborene Bindegewebsschwäche haben.

An den Beinen treten dicke, geschlängelte Venen hervor und die Beine neigen zu Schwellungen, Schmerzen und Krämpfen.

Vor allem langes Stehen kann bei der Neigung zu Krampfadern sehr unangenehm werden.


Steckbrief

wissenschaftlicher Name: Varizen
Symptome: Schon bevor man die dicken Venen sehen kann, bestehen unangenehme Symptome im Bereich der Unterschenkel und Knöchel.

Es kommt zu:

  • Schwere Beine
  • Geschwollene Knöchel
  • Wadenkrämpfe, vor allem nachts
  • Verfärbte Haut
Wenn die Krampfadern dann voll entwickelt sind, entstehen die dicken, gewundenen Venen unter der Hautoberfläche, die aus medizinischen und optischen Gründen so gefürchtet sind.
Ursachen: Der Hauptgrund für eine Neigung zu Krampfadern ist eine angeborene Bindegewebsschwäche.

Zusätzlich erschwerende Faktoren sind:

  • Bewegungsmangel
  • Stehberufe
  • Übergewicht
Die Venen in den Beinen haben es naturgemäss schwer, das Blut aus den Füssen wieder hoch zum Herzen zu pumpen. Zumal die Muskeln der Venen äusserst schwach ausgebildet sind im Gegensatz zu denen der Arterien.

Venenklappen

Unterstützt werden die Venen bei ihrer Aufgabe durch die Venenklappen, die wie Ventile wirken und den Rückfluss des Blutes zurück in die Füsse verhindern.

Bei schwachem Bindegewebe oder wenn andere der obigen Faktoren vorliegen, wird der der Druck des rückstromwilligen Blutes jedoch so gross, dass die Venenklappen nach und nach ihre Fähigkeit verlieren dicht zu schliessen. Das Blut kann dann zurückfliessen und staut sich in niedriger liegenden Bereichen der Venen.

Muskelpumpe

Die Venen werden von den umgebenden Beinmuskeln bei ihrer Pumparbeit unterstützt, denn wenn die Muskeln beispielsweise bei Schritten auf die Venen drücken, wird das Blut nach oben geschoben, wobei die Venenklappen die Richtung dieser Bewegung steuern.

Wegen der wichtigen Wirkung der Muskeln ist es auch von so grosser Bedeutung, dass man nicht den ganzen Tag nur stehen sollte, sondern auch gehen und sich anderweitig bewegen.

Verlauf: Bei manchen Menschen entstehen die ersten Krampfadern schon in den Zwanzigern, aber bei den meisten fangen sie erst deutlich später an.

Sie neigen dazu, im Verlauf der Jahre immer stärker und zahlreicher zu werden, ausser man verändert die verursachenden Faktoren. Das heisst, nur wenn man sich mehr bewegt, abnimmt und nicht den ganzen Tag steht, sondern zwischendrin auch geht und sitzt, kann man die Zunahme der Krampfadern verhindern.

Therapie:

Kräuter:

Heilpflanzen:

Innerlich

Äusserlich

Die meisten dieser Kräuter kann man innerlich und äusserlich gegen Krampfadern einsetzen.

Sie regen den Stoffwechsel an, fördern die Durchblutung und stärken das Bindegewebe.

Ätherische Öle:

Ätherische Öle:

Schulmedizin: Die Schulmedizin verordnet Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände, um den Beinvenen zusammen zu drücken. Das hilft beim Bluttransport in Richtung Herz.

Obwohl Kompressionsstrümpfe nicht gerade verlockend erscheinen, ist die Wirkung ziemlich durchschlagend. Geschwollene Knöchel werden in kurzer Zeit wieder schmaler und die Schmerzen in den Beinen lassen nach.

Ausserdem sinkt die Thrombosegefahr durch die Verwendung von Kompressionsstrümpfen.

Um einmal vorhandene Krampfadern wieder loszuwerden, kann man sie durch Spritzen veröden lassen.

Wenn das nicht hilft, gibt es die Möglichkeit, sie chirurgisch ziehen zu lassen, das sogenannte Stripping.

Durch ausreichend Bewegung muss man dann dafür sorgen, dass andere Venen so stark werden, dass sie die Zusatzaufgabe der entfernten Venen mit übernehmen können.

Verhalten: Durch das eigene Verhalten kann man eine Menge tun, um die Beschwerden durch vorhandene Krampfadern zu lindern und der Entstehung von neuen Krampfadern vorzubeugen.

Venengymnastik

Gymnastik, die die Venen stärkt, kann man sogar im Sitzen am Schreibtisch durchführen.

Dazu sollte man sich aufrecht auf den Stuhl setzen.

Zehen-Fersen-Wippe:

  • Zuerst stellt man die Füsse so auf, dass die Zehen gerade noch den Boden berühren.
  • Dann senkt man die Fersen, bis sie den Boden berühren.
  • Die Zehen hebt man dann hoch und belässt die Fersen am Boden.
  • So wippt man mehrere Minuten hin und her.
Fussrotation:
  1. Man setzt sich so hin, dass die Füsse nicht den Boden berühren.
  2. Dann dreht man die Füsse einige Umdrehungen in die eine Richtung.
  3. Anschliessend rotiert man die Füsse einige Umdrehungen in die andere Richtung.
  4. Wieder die Richtung wechsel und das Ganze einige Minuten lang wiederholen.

Ausdauerbewegung

Sehr gut zur Stärkung der Venen eignet sich auch:
  • Spaziergängen
  • Schwimmen
  • Wandern
  • Radfahren

Wasserbehandlungen

Da kaltes Wasser die Elastitzität der Blutgefässe fördert, helfen Wassertreten und kalte Wassergüsse.

Diese Wasserbehandlungen sollte man regelmässig durchführen.

Hochlagern der Beine

Damit die Stärkung der Beinvenen nicht nur mit Anstrenungen verbunden ist, hier noch ein bequemer Tipp:

Die Beine möglichst oft hochlagern.

Wenn man sich abends entspannt und beispielsweise Fernsehen schaut, dann die Beine auf dem Sofa ausstrecken oder auf einen Hocker legen.

Auch während des Tages kann es hilfreich sein, die Beine hoch zu legen, wann immer dies möglich ist.

Cremes

Aus Rosskastanien, Hamamelis und rotem Weinlaub werden viele Cremes zur äusserlichen Anwendung gegen Krampfadern angeboten.

Diese Cremes sollte man regelmässig über einen längeren Zeitraum hinweg einreiben und zwar auf die gesamten Unterschenkel und Knöchel, nicht nur auf die betroffenen Venen.

Damit man eine Wirkung erhoffen kann, sollte man sich aber unbedingt zusätzlich mehr bewegen, Venengymnastik betreiben und kalte Beingüsse anwenden. Ausserdem empfiehlt sich die innerliche Einnahme von venenstärkenden Kräutern.

Bei angeborenem schwachen Bindegewebe und bei stark ausgeprägten Krampfadern darf man sich von den sanften Behandlungsmethoden keine Wunder erwarten, denn wenn Venenklappen erstmal kaputt sind, neigen sie dazu, kaputt zu bleiben.

Siehe: Salbenküche: Rosskastanien-Creme

Achtung!
Auf keinen Fall sollte man Beine mit Krampfadern massieren.
Denn sonst besteht die Gefahr, dass sich eventuelle Blutgerinsel lösen und zur Lunge wandern, wo sie Thrombosen auslösen können.

Siehe auch

Weitere Infos über Krampfadern findet man bei unseren Partnerprojekten:

Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker


  


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