Asthma


  

Bronchialasthma ist eine chronische Erkrankung der Atmung, die bei manchen Betroffenen sehr schwer verlaufen kann.

Bei Asthma kommt es zu Anfällen mit akuter Atemnot, bei denen der Betroffene nicht mehr genügend Luft bekommt. Das Problem bei diesen Anfällen ist jedoch weniger das Einatmen, als dass das Ausatmen erschwert ist und daher nicht genug Platz in der Lung ist, um neue Luft einzuatmen.

Häufig tritt Asthma gepaart mit chronischen Hauterkrankungen auf, wie beispielsweise mit Neurodermtis. Auch Heuschnupfen kann mit im Bunde sein.

Bei dieser Kombination mehrerer Erkrankungen treten die Schübe oft abwechselnd auf, d.h. wenn die Haut gerade abheilt, beginnt ein Schub mit vermehrten Asthmaanfällen.


Steckbrief

wissenschaftlicher Name: Asthma bronchiale

Symptome:

Anfallartig hat man Probleme mit der Atmung. In die Lunge passt nicht mehr genügend frische Luft, was daran liegt, dass man nicht mehr vollständig ausatmen kann. Als Betroffener hat man aber subjektiv das Gefühl, dass das Problem bei der Einatmung liegt.

Die Atemprobleme hängen mit einer Verkrampfung und Verengung der Bronchien zusammen. Die Schleimhaut der Bronchien schwillt entzündlich an und sondert Schleim ab, ähnlich wie bei einem Husten. Wenn sich die Verkrampfung löst, kann man wieder freier atmen. Die entzündliche Schwellung braucht jedoch etwas länger, bis sie wieder nachlässt.

In einer Phase häufiger Asthmaanfälle hat man zwischen den Anfällen häufig eine erschwerte Atmung, bei der man zwar keine Erstickungsangst hat, aber dennoch nciht genügend Luft bekommt, um sich wohl zu fühlen.

Die Folge der Atemnot ist eine schlechtere Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Dadurch fühlt man sich zusätzlich müde und kraftlos.

Im Extremfall hört ein Asthmaanfall nicht mehr auf. So einen Zustand nennt man Status Asthmatikus. Man kann daran sterben, wenn man Pech hat und nicht rechtzeitig erfolgreich behandelt wird. Etwa 1600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einem Asthmaanfall! Ein Status Asthmatikus ist also eine sehr ernste Situation, die einen Notarzt erfordert. In "leichten" Fällen kann auch das gewohnte Asthmaspray helfen, den Anfall zu beenden. Als Zeuge eines Status Asthmatikus sollte man also immer nach einem solchen Spray suchen, wenn der Betroffene es nicht sowieso schon im Einsatz hat.

Ursachen:

Die Ursachen von Asthma sind sehr vielfältig.

Eine gewisse Neigung zu Asthma ist angeboren.

Hinzu kommen bei manchen Betroffenen Allergien (z.B. Pollen, Hausstaub, Nahrungsmittel), Stresssituationen, körperliche Überlastung. Auche andere Reize können manchmal Anfälle auslösen: kalte Luft, Rauch, Angst, Weinen, Lachen, Azethylsalizylsäure, Nahrungsmittelzusätze und andere Substanzen.

Verlauf:

Bei vielen Asthmatikern tritt die Erkrankung schon im Kindesalter auf. Bei Kindern ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung. Häufig verliert sich das Asthma im Verlauf der Kindheit und Jugend wieder von selbst.

Auch in anderen Lebensaltern kann Asthma erstmalig auftreten. In solchen Fällen spielen häufig Allergien eine wichtige Rolle.

Asthma ist nicht im eigentlichen Sinne heilbar.

Man kann jedoch lernen, damit zu leben und die Anfallshäufigkeit und Schwere verringern.

Und bei manchen Patienten verliert sich das Asthma wieder. Nur eine gewisse Neigung bleibt bestehen.

Etwa 5% der Bevölkerung leidet unter Asthma in verschiedenen Schweregraden.

Therapie:

Die meisten Asthma-Therapiee zielen nicht auf eine endgültige Heilung, sondern auf eine Linderung der Symptome ab, denn Asthma lässt sich nicht so einfach heilen.

Für Betroffene ist es jedoch schon eine grosse Hilfe, wenn die Asthma-Anfälle nachlassen und erträglich oder selten werden.

Kräuter:

Heilkräuter werden bei Asthma zur Linderung eingesetzt.
Eine echte Heilung kann man von ihnen nicht erwarten.
Jeder Betroffene muss selbst herausfinden, welches der aufgelisteten Heilkräuter ihm persönlich am besten hilft. Das gleiche gilt auch für ätherische Öle und Bachblüten.

  • Adonisröschen,
  • Anis,
  • Alant,
  • Arnika,
  • Benediktenwurzel,
  • Bibernelle,
  • Birke,
  • Eibisch,
  • Fenchel,
  • Fichte,
  • Flax,
  • Gundermann,
  • Huflattich,
  • Holunder,
  • Kiefer,
  • Lavendel,
  • Majoran,
  • Meerettich,
  • Melisse,
  • Primel,
  • Quendel,
  • Rauwolfia,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Schafgarbe,
  • Spitzwegerich,
  • Thymian,
  • Sonnentau,
  • Veilchen,
  • Wacholder,
  • Weisskohl,
  • Ysop

Produkttipps:

Ätherische Öle:

  • Anis,
  • Bergbohnenkraut,
  • Cajeput,
  • Eukalyptus,
  • Fichte,
  • Kiefer,
  • Lavendel,
  • Majoran,
  • Melisse,
  • Muskatellersalbei,
  • Myrtenheide,
  • Origano,
  • Rosmarin,
  • Salbei,
  • Wacholder,
  • Ysop,
  • Zimt,
  • Zitrone

Bachblüten:

Beim akuten Anfall:
  • Notfalltropfen
  • Rock Rose
  • Cherry-Plum
  • Elm
  • Impatiens
  • Walnut

Zur Lösung der asthmafördernden Neigung:

  • Agrimony
  • Aspen
  • Cerato
  • Cherry Plum
  • Chicory
  • Crab apple
  • Elm
  • Gentian
  • Gorse
  • Heather
  • Impatiens
  • Larch
  • Mimulus
  • Rock Water
  • Star of Bethlehem
  • Water Violet
  • White Chestnut
  • Wild Oat
  • Willow
Suche von diesen Mitteln maximal sieben aus und teste für mindestens eine Woche, ob sie dir helfen. Auch andere Bachblüten können geeignet sein, je nachdem, was für ein Typ Mensch du bist und in welcher Situation du dich befindest.
Siehe auch: Bachblüten


Ernährung:

Wenn das Asthma durch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten ausgelöst wird, sollte man die auslösenden Nahrungsmittel weglassen.

Ansonsten eignet sich eine leichte Ernährung, denn schwere Mahlzeiten und Übergewicht erschweren die Atmung zusätzlich.

Schulmedizin:

Gegen akute Anfälle hilft die Inhalation mit einem Dosieraerosol, das ist das typische Asthmaspray, das man auch als Laie von Asthmatikern kennt.

Die Dosieraerosole können unterschiedliche Mittel enthalten, je nach Schweregrad Kortison, Cromoglicinsäure, Nedocromil oder Betasympathomimetika.

Benutzung des Dosieraerosols
  • Schüttel den Inhalator.
  • Atme gründlich aus.
  • Umschliesse das Mundstück mit den Lippen.
  • Drücke auf die Dosiervorrichtung.
  • Atme langsam ein.
  • Atme weiter ein, bis die Lunge gefüllt ist (ca. 5-6 Sekunden).
  • Halte den Atem für einige Sekunden an.
  • Atme wieder aus.
  • Wiederhole den Vorgang nach etwa 5 Minuten.

Die verschiedenen Mittel

Cromoglicinsäure und Nedocromil kann man zur Vorbeugung von Anfällen inhalieren. Den akuten Anfall beheben sie jedoch weniger. Sie eignen sich für eher leichte Fälle von Asthma, besonders bei allergisch ausgelösten Anfällen.

In den meisten mittelschweren und schweren Fällen werden kortisonhaltige Medikamente verschrieben, die man beim Anfall oder zur Vorbeugung von Anfällen benutzen kann. Inhaliert beim akuten Anfall hat Cortison kaum Nebenwirkungen und schwere Folgen.

Hingegen auf lange Dauer eingenommen hat Kortison schwere Nebenwirkungen, wie Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Verschlechterung des Immunsystems, Osteoporose, Magenblutung, grauer Star, Diabetes. Daher ist die Tabletteneinnahme von Kortison, anders als die Inhalation, nur in schweren Fällen zu empfehlen, wenn es ohne nicht auszuhalten ist.

Andere typische Mittel beinhalten Betasympathomimetika (z.B. Fenoterol, Terbutalin, Salbutamol). Auch Betasympathomimetika kann man für akute Anfälle inhalieren oder für die längerfristige Wirkung einnehmen. Niedrig dosiert sind Betasympathomimetika auch bei leichteren Fällen zur Inhalation geeignet. Dann kann man auf kortisonhaltige Mittel verzichten.

In schwereren Fällen, wenn man die Betasympathomimetika einnehmen muss, ist es wichtig, auf die Dosierung zu achten. Bei Überdosierung und Dauergebrauch können Betasympathomimetika schwere Bronchialkrämpfe auslösen und im Extremfall sogar zum Atemstillstand führen.

Mittel mit Theophyllin werden in Form von Tabletten oder bei schweren Anfällen gespritzt. Zuviel Theophyllin kann Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle auslösen, daher muss der Theophyllin-Gehalt im Blut ärztlich überwacht werden.

Zur echten Heilung tragen all diese Mittel nichts bei. Sie können aber die Phase der Asthma-Anfälle überbrücken helfen; bei günstigem Verlauf kann die Heilung dann von selbst oder durch andere Methoden erfolgen.

Verhalten:

Kuren am Meer, Solebäder (z.B. Bad Ems) und Bergaufenthalte können eine Phase mit vielen Asthmaanfällen beenden oder lindern.

Die salzhaltige Luft am Meer oder in Solebädern und die fehlenden Allergieauslöser in den Bergen bewirken die Heilwirkung.

Inhalation mit Meersalz oder Sole-Salzen kann man jedoch auch zu Hause durchführen.

Auch für möglichst geeignete Luft sollte man zu Hause sorgen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte ausreichen, denn trockene Luft reizt die Atemwege zusätzlich.

Im Winter, bei Heizungsluft kann es helfen, sich einen Luftbefeuchter anzuschaffen. Dabei sollte man darauf achten, dass es sich um einen Luftbefeuchter handelt, der ausreichende Mengen Wasser in die Luft abgibt. Für einen Raum von 20 qm müssen pro Tag mehere Liter Wasser verdampft werden, um die Luftfeuchtigkeit ausreichend zu steigern.

Zur Kontrolle der Raumfeuchtigkeit sollte man sich ein Hygrometer (Messgerät für Luftfeuchtigkeit) anschaffen. Feuchtigkeiten ab 50 Prozent sind akzeptabel, ab 60 Prozent noch besser.

Um die Stressneigung abzubauen, kann man es mit Psychotherapie versuchen. Dabei lernt man, mit äusseren und inneren Stressfaktoren beseer umzugehen. Dies kann sich positiv auf die Anfallshäufigkeit und -schwere auswirken.

Leichter Sport kann die Lungen trainieren, sodass man insgesamt leichter atmen kann. Besonders Schwimmen trainiert die Lungen ausgiebig. Bei sportlicher Betätigung muss man jedoch unbedingt darauf achten, sich nicht zu überanstrengen, denn Überanstrengung kann Asthmaanfälle auslösen.

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