Immunsystem

Die Selbstheilungskräfte des Körpers findet man vor allem im Immunsystem.

Das Immunsystem ist ein komplexes System von unterschiedlichen Blutzellen und Organen, die zusammenarbeiten, um im menschlichen Körper Krankheiten zu bekämpfen.


Kurzbeschreibung

Damit der Mensch Angriffe von Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern überstehen kann, braucht er Abwehrkräfte.

Auch für Störungen von Innen braucht der Körper eine Aufräumpatrouille, die alte und kranke Zellen entfernt, um den gesunden Zellen Platz zu schaffen.

All diese Aufgaben übernimmt das Immunsystem im Körper.

Es verfügt über Blutzellen und Stoffe, die allgemein gegen Störeinflüsse vorgehen und über andere Blutzellen und Antikörper, die spezielle Krankheitserreger genauer kennenlernen und eine Immunität gegen diese Erreger entwickeln.

Um Erkrankungen möglichst gut widerstehen zu können, ist es hilfreich, das Immunsystem zu stärken.


Kräuter fürs Immunsystem


Teemischung:

Mische folgende Kräuter:

  • Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse.
  • Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen.
  • Filter den Tee anschliessend ab.
  • Trink täglich drei Tassen dieses Tees.
  • Auf Wunsch kann der Tee mit Honig gesüsst werden.

Meerrettich-Kur:

Nimm morgens und abends je einen Teelöffel Meerettich.

Am besten frisch geriebenen Meerrettich, aber falls der nicht verfügbar ist, kann man auch Meerettich aus dem Glas nehmen.

Wiederhole die Meerrettich-Einnahme mindestens zwei Wochen lang.

Besonders geeignet ist so eine Meerrettich-Kur auch, wenn gerade eine Erkältung umgeht.


Stärkung des Immunsystems

  • Vitamin C
  • Zink
  • Generell genug Vitmaine und Mineralien
  • Frische Kräuter (z.B.Kresse im Winter)
  • Frische Luft
  • Ausreichend Bewegung
  • Genug Schlaf
  • Abwechslungsreiches Essen
  • Kalt duschen oder Wechselduschen
  • Sauna
  • Stress vermeiden bzw. abbauen


Aufgabe des Immunsystems

Die Aufgabe des Immunsystems ist es, den Körper bei Schädigung wieder gesund zu machen.

Krankheitserreger

Eindringlinge von aussen können die Zellen des menschlichen Körpers schädigen und dadurch zu Krankheiten führen. Daher werden diese Eindringlinge auch Krankheitserreger genannt.

Es gibt folgende Arten von Krankheitserregern:

  • Bakterien
  • Viren
  • Rickettsien, Clamydien
  • Pilze
  • Protozoen
  • Prionen
  • Parasiten (z.B. Würmer, Milben)
Ausser den Würmern und Insekten werden diese Erreger auch Mikroorganismen genannt. Bis auf die Viren sind diese Krankheitserreger lebendig, bei den Viren ist das nur teilweise der Fall.

Gegen diese Angreifer muss das Immunsystem auf unterschiedliche vorgehen, mit dem Ziel, dass die Krankheitserreger dem Körper nicht mehr schaden.

Die Bekämpfung der Krankheitserreger findet spürbar durch Fieber und Flüssigkeitsabsonderungen der Schleimhäute (z.B. Schnupfen, Husten, Durchfall) statt.

Physikalische Schädigungen

Auch physikalische Einwirkungen können einem Menschen Schaden zufügen.

Hier gibt es beispielsweise:

  • Stunpfe Schläge
  • Schnitte
  • Offene Verletzungen
  • Splitter
  • Knochenbrüche
  • Verstauchungen
  • Verbrennungen
  • Erfrierungen
  • Chemische Belastungen
  • Physikalische Reize (z.B. Pollen)
Bei all diesen Verletzungen entstehen Schäden im Gewebe.

Blutungen werden durch die Blutgerinnung gestillt, die im engeren Sinne nicht zum Immunsystemgezählt wird.

Neues Gewebe wird durch das Zellwachstum gebildet, auch das gehört nicht eigentlich zum Immunsystem.

Das Immunsystem muss jedoch die zerstörten Zellen der Verletzung beseitigen, damit Platz für neue, gesunde Zellen geschaffen wird. Ausserdem muss das Immunsystem verhindern, dass Krankheitserreger durch offene Wunden eindringen.

Zu diesem Zweck bilden sich bei Wunden oft Entzündungen und Eiter.

Schädigungen von Innen

Im Körperinnern entwickeln sich nicht alle Zellen wie gewünscht und im Laufe der Zeit werden auch gesunde Zellen alt und sterben ab. Das Immunsystem muss sich also auch darum kümmern, das solche Zellen und körpereigenen Stoffe entsorgt werden.

Es handelt sich um folgende Arten von Zellen oder Stoffen:

  • Abgestorbene Zellen
  • Gutartige Wucherungen
  • Krebszellen
  • Stoffwechselendprodukte (z.B. Harnsäure)

Aufbau des Immunsystems

Das Immunsystem ist kein zusammenhängendes Organ, sondern besteht aus vielen Komponenten, die zusammenwirken.

Hier eineige Beispiele der Bestandteile des Immunsystems:

  • Weisse Blutköprerchen (Leukozyten)
  • Thymusdrüse
  • Milz
  • Gaumen-Mandeln
  • Rachenmandeln (Polypen)
  • Wurmfortsatz des Blinddarms (Appendix)
  • Lymphknoten
  • Lymphatische Drüsen im Darm
  • Retikuloendotheliales System (RES / RHS)
  • Rotes Knochenmark
  • Kupffersche Sternzellen
  • Histiozyten
  • Interferone
  • Antikörper
  • Proteine
  • Säureschutzmantel

Unspezifisches Immunsystem

Das unspezifische Immunsystem bekämpft schädigende Störfaktoren ohne genau zu wissen, wogegen sich der Kampf richtet.

Da die Krankheitserreger zu diesem Zweck nicht erst vorher kennengelernt werden müssen, spricht man auch vom angeborenen Immunsystem.

Besonders wichtige Teile des unspezifischen Immunsystems sind die Fresszellen. Fresszellen, auch Phagozyten oder Killerzellen genannt, sind eine Gruppe der weissen Blutkörperchen.

Auch davon gibt es mehrere Sorten:

  • Granulozyten (Myeolozyten)
  • Monozyten (Makrophagen)
  • Histiozyten (im Gewebe)
  • dendritische Zellen
  • Epithelzellen
Die Fresszellen entdecken die Eindringlinge als fremd und verspeisen sie. Die übrig bleibenden Rückstände sind ungefährlich und werden ausgeschieden. Wenn viele Erreger von Fresszellen gefressen werden, entsteht Eiter.

Ausserdem gehören der Säureschutzmantel der Haut und Interferone zum unspezifischen Immunsystem.

Der Säureschutzmantel sorgt dafür, dass sich Krankheitserreger nicht gut entwickeln können.

Interferone stören Viren und Tumore bei deren Entwicklung.


Spezifisches Immunsystem

Das spezifische Immunsystem muss einen Erreger erst kennenlernen, bevor es dagegen angehen kann. Daher wird es auch adaptives Immunsystem genannt.

Auch hierbei gibt es weisse Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle spielen:

  • T-Lymphozyten
  • B-Lymphozyten
Von den T-Lymphozyten (T-Zellen) gibt es mehrere Sorten, die unterschiedliche Aufgaben haben, z.B. Helferzellen, Killerzellen.

Die B-Lymphozyten produzieren Antikörper, die gegen die Krankheitserreger wirksam sind. Einige der B-Lymphozyten bleiben auf Dauer als Gedächtniszellen erhalten und sorgen für Immunität gegen einen bestimmten Erreger.

Antikörper sind Y-förmige komplexe Eiweisstoffe, die, vereinfacht gesagt, die Vermehrung der Krankheitserreger verhindern.


Immunität

Gegen Vireninfektionen kann ein Mensch immun werden, d.h. nach durchgemachter Krankheit wird der Mensch nicht mehr an der gleichen Krankheit krank.

Wenn ein Virus erst einmal erkannt ist und durch Antikörper erfolgreich bekämpft wurde, bleiben Gedächtniszellen im Blutkreislauf bestehen. Bei einem erneuten Angriff des gleichen Erregers können die Gedächtniszellen jederzeit sehr schnell die Produktion von Antikörpern ankurbeln.

Daher erkrankt der Mensch dann nicht mehr an dieser Krankheit oder sie verläuft zumindest deutlich leichter als beim ersten Mal.

Das funktioniert nur, wenn der Erreger weitgehend identisch mit dem ersten ist.

Daher ist man gegen Influenza-Grippe immer nur teilimmun, weil sich der Erreger von jahr zu Jahr leicht ändert. Bei einer Neumutation des Grippevirus fehlt die Immunität hingegen völlig.

Die Stärke der Immunität schwankt von Krankheit zu Krankheit. Nicht gegen alle Viruserkrankungen wird man für sein Leben lang immun.


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Bücher fürs Immunsystem


Fitmacher fürs Immunsystem - Mit Diagnosetest und Kurprogramm
von Inge Hofmann, Arnold Hilgers
ISBN 3442161789

Immunologie
von David Male
ISBN 3437413120

Rette Dein Immunsystem
von Klaus-Ulrich Hoffmann, Axel Berendes
ISBN 3928306057



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