Paracelsus Leben


Paracelsus lebte von 1493 bis 1541 in Mitteleuropa, vorwiegend in Süddeutschland und der Schweiz.

Kindheit

Paracelsus wurde 1493 als Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim in einer ländlichen Gegend in der Schweiz geboren. Sei Vater war ein verarmter, adliger Landarzt und seine Mutter eine Leibeigene des lokalen Klosters.

Vom Vater lernte Paracelsus die ersten Grundlagen der Medizin.

Wanderjahre

Später zog er als Wundarzt übers Land und machte viele praktische Erfahrungen. Vieles lernte er von Kräuterfrauen, dem fahrenden Volk und Hirten. In Bergwerken erwarb er sein Wissen über Mineralien und Chemie.

In Ferrara machte er seinen Doktor, was ihn zu einem offiziellen Arzt machte.

Professur in Basel

Nach Jahren auf der Wanderschaft kam er in seine Heimat zurück und wurde 1526 Stadtarzt und Professor in Basel. Dort provozierte er von Anfang an, weil er seine Vorlesungen in deutsch hielt und nicht, wie üblich, in Latein.

Um zu zeigen, wie sehr er gegen die rein theoretische Medizinier-Ausbildung der damaligen Zeit eingestellt war, verbrannte er öffentlich die Bücher von Galen und Avicenna. Statt Theorie forderte er echte Kenntnisse der Heilkräuter, genaue Sinnesbeobachtung, Nächstenliebe und Mitleid.

Den Apothekern der Stadt, die er als Stadtarzt kontrollieren musste, verdarb er das Geschäft mit verdorbener Importware. Statt Heilpflanzen, die von weit weg kamen, empfahl Paracelsus Kräuter aus der unmittelbaren Umgebung.

Daher wundert es nicht, dass sich Paracelsus nur ein gutes Jahr in der Position als Professor in Basel halten konnte. Anschliessend verliess er Basel fluchtartig.

Spätere Jahre

Zwar praktizierte Paracelsus noch fleissig, überall wo er sich niederliess, aber er eckte überall bei der Obrigkeit an. Beispielsweise verärgerte er die Fugger und das Haus Habsburg.

1541 starb Paracelsus völlig verarmt in Salzburg.


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