Hildegards Ausleitungsverfahren


Wie zur Zeit Hildegards üblich, spielten bei ihren Heilungsempfehlungen auch die typischen ausleitenden Verfahren eine wichtige Rolle.

Aderlass

Laut Hildegard führt man einen Aderlass am besten innerhalb von sechs Tagen nach Vollmond durch.

Die Blutentnahme sollte zwischen hundert und zweihundert Milliliter betragen.

Nach dem Aderlass sollte man eine Diät mit viel Dinkel einhalten. Auf Schweinefleisch, Käse, Wurst und fette Speisen sollte man verzichten.

Ähnlich wie bei einer Blutsenkung wird das entnommene Blut nach einigen Stunden untersucht. Daraus kann man Erkenntnisse über den Gesundheitszustand des Patienten gewinnen.

Schröpfen

Beim Schröpfen ritzt man die Haut neben der Wirbelsäule leicht ein und setzt kugelförmige, erhitzte Schröpfgläser auf, die durch den Unterdruck Blut aus den Einritzungen ziehen.

Durch diese Massnahme soll das Gewebe gereinigt werden.

Dadurch die Gewebs-Reinigung sollen Entzündungen beseitigt werden, beispielsweise bei Bronchitis, Verdauungsbeschwerden, Ischias und Rückenschmerzen.

Moxibustion

Ähnlich wie in der chinesischen Heilkunde werden bei der Moxibution Brennkegel aus Beifuss über schmerzenden Körperstellen befestigt.

Die folgende Rötung entspringt einer verbesserten Durchblutung, die die Selbstheilungskräfte an der betroffenen Körperstelle unterstützt.

Moxibustion hilft beispielsweise bei Schmerzen der Gelenke.


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